Häufig gestellte Fragen - Bausparen

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Bausparen

Können Kinder schon bausparen?

Ja, Sie können selbstverständlich für Ihr Kind einen Bausparvertrag abschließen und die Sparbeiträge einzahlen. Bereits ab dem 16. Lebensjahr erhalten Kinder die volle Bausparförderung, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Bausparverträge sind innerhalb der Familie problemlos übertragbar.

 

Lohnt sich Bausparen für Ältere?

Ja, auf jeden Fall. Denn wer Rente oder Pension bezieht und darüber hinaus keine anderen hohen Einkünfte zu versteuern hat, kann voll in den Genuss der 10 % Bausparprämie kommen. Das ist bei Verheirateten/eingetragenen Lebenspartnern ein stattliches Geschenk von 140 Euro pro Jahr.

 

Welche Vertragsänderungen sind bei Bausparverträgen möglich?

Folgende Vertragsänderungen können durchgeführt werden:

  • Teilung eines Bausparvertrages in zwei oder mehr Teilverträge
  • Zusammenlegung von Bausparverträgen gleichen Tarifes zu einem Vertrag
  • Ermäßigung der Bausparsumme
  • Erhöhung der Bausparsumme (nur Tarif BS5)
  • Übertragung eines Bausparvertrages auf einen Angehörigen

 

Wann ist ein Bausparvertrag zuteilungsreif?

Damit wir Ihren Bausparvertrag zuteilen können, müssen am Bewertungsstichtag – jeweils letzter Kalendertag des Vormonats –folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Bausparguthaben beträgt 40 % der Bausparsumme (Mindestsparguthaben) und
  • die Bewertungszahl ist mindestens 1.200.

 

Werden Bausparverträge staatlich gefördert?

Ja, Bausparverträge werden nach dem Wohnungsbau-Prämiengesetz mit Wohnungsbauprämie gefördert.
Zusätzlich fördert der Staat - unter bestimmten Voraussetzungen - die vermögenswirksamen Leistungen mit einer Arbeitnehmer-Sparzulage, wenn sie auf einen Bausparvertrag eingezahlt werden.

 

Wer bekommt Wohnungsbauprämie?

Jeder Bausparer, dessen zu versteuerndes Jahreseinkommen 35.000 Euro (25.600 Euro bis 2020) bei Alleinstehenden und 70.000 Euro (51.200 Euro bis 2020) bei Verheirateten nicht übersteigt, kann Wohnungsbauprämie erhalten. Auch wenn Ihr Bruttoeinkommen viel höher liegt, kann es - je nach Familienstand - sein, dass Sie die Wohnungsbauprämie trotzdem erhalten.

 

Wie viel Wohnungsbauprämie gibt es vom Staat?

Prämienbegünstigt sind jährlich Einzahlungen bis zu 700 Euro (512 Euro bis 2020) für Ledige und 1.400 Euro (1.024 Euro bis 2020) für zusammenveranlagte Ehegatten/eingetragene Lebenspartner. Die Wohnungsbauprämie beträgt 10 % (8,8 % bis 2020) von maximal diesen Höchstbeträgen. Für die Inanspruchnahme der Förderung muss der Bausparer mindestens 16 Jahre alt sein.

 

Wer erhält wie viel vermögenswirksame Leistungen (VL)?

Arbeitnehmer können - nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz - bis zu 40 Euro vermögenswirksame Leistungen erhalten. Näheres regelt der jeweilige Arbeitsvertrag.

 

Wer erhält die Arbeitnehmer-Sparzulage und wie hoch ist sie?

Sie erhalten die Arbeitnehmer-Sparzulage, wenn das zu versteuernde Einkommen im Sparjahr bei Ledigen 17.900 Euro und bei zusammenveranlagten Ehepartnern 35.800 Euro nicht übersteigt.

 

Wer überweist die vermögenswirksamen Leistungen (VL)?

Nur Zahlungen, die direkt durch den Arbeitgeber auf den jeweiligen Vertrag überwiesen werden, können als vermögenswirksame Leistungen erfasst werden.

 

Wie kann ich Arbeitnehmersparzulage beantragen?

Um in den Genuss der Arbeitnehmer-Sparzulage zu kommen müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • der Vertrag wurde vom Arbeitgeber mit vermögenswirksamen Leistungen bespart.
  • Sie haben uns die Einwilligung zur elektronischen Datenübermittlung der Vermögensbildungsbescheinigung erteilt
  • In Ihrer Steuererklärung des betreffenden Sparjahres haben Sie beim Finanzamt Arbeitnehmersparzulage beantragt

Die früher (bis 2016) mit den Jahresunterlagen erstellte Bescheinigung vermögenswirksamer Leistungen wurde mit diesem Verfahren abgelöst.

 

Kann ich meine vermögenswirksamen Leistungen auf den Vertrag meines Ehegatten einzahlen?

Bei zusammenveranlagten Ehegatten/eingetragenen Lebenspartnern können die vermögenswirksamen Leistungen auf den Vertrag des Ehepartners/Lebenspartners mit eingezahlt werden. 

 

Wann kann ich über mein Bausparguthaben und das Darlehen verfügen?

Wenn Ihr Vertrag die Voraussetzungen für die Zuteilung erfüllt, können Sie am letzten Kalendertag des auf den Bewertungsstichtag folgenden Monats über Ihr Guthaben und das Darlehen (=Bausparsumme) verfügen. Bausparverträge, die beispielsweise am Bewertungsstichtag 30. Juni die Zuteilungsvoraussetzungen erfüllen, werden am 31. Juli zugeteilt.

 

Freistellungsauftrag

Wie wird ein Freistellungsauftrag erteilt?

Ein Freistellungsauftrag ist grundsätzlich schriftlich mit dem Freistellungsformular zu erteilen. Dieses kann ausgedruckt oder von uns zugesandt werden.

 

Wer kann einen Freistellungsauftrag erteilen?

Einen Freistellungsauftrag können Sie (als Einzelperson oder als eingetragene Lebenspartner) erteilen, wenn Sie Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben und/oder der unbeschränkten deutschen Einkommensteuerpflicht unterliegen. Dabei ist es wichtig, die Steueridentifikationsnummer (TIN) im Freistellungsauftrag (bei gemeinsamen Freistellungen auch die des eingetragenen Lebenspartners) anzugeben.

 

Wie hoch sind die Freibeträge?

  •   750 Euro für Alleinstehende
  • 1.500 Euro für Ehegatten

Hinzu kommen die Werbungskosten-Pauschbeträge von

  • 51 Euro für Alleinstehende
  • 102 Euro für Ehegatten
     

Kapitalerträge von Kindern sind in den Freibetrag der Eltern nicht einzurechnen; für sie muss jeweils ein gesonderter Freistellungsauftrag erteilt werden.

 

Bis wann muss ein Freistellungsauftrag erteilt werden?

Der Freistellungsauftrag muss bei Zinserträgen von Bausparverträgen bis zum Jahresende bzw. bei Kapitalanlagen vor der jeweiligen Kapitalisierung erteilt werden. 

 

Wie lange ist ein Freistellungsauftrag gültig?

Jeder Freistellungsauftrag kann unbefristet oder bis auf Widerruf bzw. bis zur Änderung erteilt werden. Änderungen müssen immer auf dem Vordruck Freistellung erfolgen. Bei abgerechneten Verträgen endet der Auftrag mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzte Zinsgutschrift erfolgt ist.

 

Wann sollte ein neuer Freistellungsauftrag erteilt werden?

Bei Heirat, Trennung oder Scheidung verliert der bisherige Freistellungsauftrag seine Gültigkeit, auch wenn Sie alleinige/r Vertragsinhaber/in sind. Sie sollten in diesen Fällen einen neuen Auftrag erteilen.

 

Was erfährt das Finanzamt über Ihre Freistellungsaufträge?

Die Kreditinstitute sind verpflichtet, für das Vorjahr die Höhe des Betrages zu melden, für den aufgrund des Freistellungsauftrages vom Steuerabzug Abstand genommen worden ist.

 

Was passiert, wenn Ihre Kapitalerträge den von Ihnen freigestellten Betrag überschreiten?

Von dem Teil des Kapitalertrages, der über dem uns mitgeteilten Freistellungsauftrag liegt, müssen wir 25 % Kapitalertragsteuer, 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie ggf. Kirchensteuer vom gutgeschriebenen Kapitalertrag an das Finanzamt abführen. Die Beträge weisen wir in Ihrem Kontoauszug aus. Die Kapitalertragsteuer, den Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer können Sie im Rahmen Ihrer Steuererklärung (Anlage KAP) wieder beim Finanzamt zurückfordern.

 

Wo erhalten Sie Formulare zur Freistellung von Kapitalerträgen?

Formulare zur Freistellung finden Sie auf unserer Internetseite oder können Sie in Ihrer Debeka-Geschäftsstelle erhalten.

 

Finanzieren

Wofür kann ich das Bauspardarlehen verwenden?

Das Bauspardarlehen können Sie für wohnwirtschaftliche Maßnahmen verwenden. Das sind zum Beispiel:

  • Hausbau, Hauskauf
  • Anbau, Umbau, Erweiterung
  • Kauf einer Eigentumswohnung
  • Finanzierung von Bauland und Erschließungskosten
  • Ablösung von Hypotheken
  • Auszahlung von Miterben
  • Modernisierungsmaßnahmen bei Altbauten
  • Modernisierungsmaßnahmen für Mietwohnungen durch den Mieter
  • Erwerb von Dauerwohnrechten in Altenwohnheimen
  • Erwerb von Anteilen und Dauerwohnrechten bei Bau- und Wohnungsgenossenschaften
  • gewerbliche Bauvorhaben zur Versorgung in Wohngebiete

 

Welche Beleihungsobjekte können Sie für die Sicherung des Darlehens verwenden?

Beliehen werden Bauplätze, inländische Wohnobjekte, Eigentumswohnungen sowie bebaute Erbbaugrundstücke.

 

Wie wird der Beleihungswert festgelegt?

Der Beleihungswert wird unter Berücksichtigung des Grundstückswertes, der angemessenen Bau- und Erwerbskosten sowie des Dauerertrages von der Bausparkasse festgesetzt.

 

Wie hoch ist die Beleihungsgrenze?

Das Darlehen darf zusammen mit vor- oder gleichrangigen Belastungen 80% des Beleihungswertes (bei Fremdnutzung des Beleihungsobjektes) bzw. 100% des Beleihungswertes (bei Selbstnutzung des Beleihungsobjektes) nicht übersteigen. Darüber hinaus können Ersatzsicherheiten zur Besicherung des Darlehens berücksichtigt werden.

 

Wie wird das Darlehen abgesichert?

Zur Darlehenssicherung wird in der Regel eine Grundschuld eingetragen. Die Grundschuld wird über einen Notar beim Grundbuchamt beantragt und eingetragen. Bei Darlehen bis 50.000 Euro kann unter besonderen Voraussetzungen von einer Grundschuldeintragung abgesehen werden. Das Gleiche gilt, wenn andere geeignete Sicherheiten angeboten werden.

 

Wie erfolgt die Darlehensauszahlung?

Bei noch nicht fertig gestellten Neubauten sowie bei größeren Um-, Aus- und Anbauten können die Darlehensbeträge entsprechend dem Baufortschritt ausgezahlt werden. In anderen Fällen können wir Darlehen in einer Summe auszahlen.